Kuhhandel

Nobilitas Regere II – 216, 7. Mond, Tag 1-2

Die Adeligen Whenuas versammelten sich in einer finsteren aber wunderschönen Burg, umgeben von unendlich viel Grün. Es schien die Saison der Ehebündnisse/des Kuhhandels gekommen zu sein. Ich lehnte mich zurück und genoß das Spektakel.

Da erwischte mich Marvis eiskalt „Lyanna, ich denke Ihr solltet Augustus zum Manne nehmen.“

Ich lachte laut. Zu laut. Bis ich merkte, dass sonst keiner lacht. Augustus und Minerva sahen mich entgeistert an.

Oh. Ich zähle also auch zu den Kühen?!!

Jetzt im Ernst

Nobilitas Regere II – 216, 7. Mond, Tag 1-2

Marvis nahm mich beiseite und erklärte mir, dass die Verbindung mit Augustus meine Position stärken würde und, dass ich so oder so einen Erben bräuchte. Ich sah das natürlich ein, abgesehen von dem Erben, es sollte wohl auch eine ErbIN sein dürfen.

Darum werde ich mich noch kümmern.

Dabei musste Marvis mir eine Ehe mit Augustus gar nicht schön reden. Schon seit meinen Tagen bei Hofe als junges Mädchen war ich von Augustus angetan. Damals, als wir zu oft zu dritt herumstreiften, hatte ich mich nie getraut es ihm zu offenbaren. Umso lächerlicher war es, dass ich vom Hofe verwiesen wurde, weil man glaubte, ich würde Marvis verführen.

Und eben dieser Marvis schickte mich nun unter die Haube.

Ironie des Schicksals?

Es wird noch ernster?

Nobilitas Regere II – 216, 7. Mond, Tag 1-2

So seltsam kannte ich Augustus gar nicht. Nervös fuhr er sich durchs Haar. Nach einigen tiefen Atemzügen bat er mich dann hinaus in den weitläufigen Garten, welcher and die Burg grenzte.

„Ich weiß, dass uns Marvis bereits offiziell verlobt hat, aber ich möchte es richtig machen.“ Da kniete er sich tatsächlich vor mich hin und offenbarte mir seine Liebe. Wie lange er sie geheim gehalten hatte und wie schwierig das war. Er streckte mir den Familienring der Choros-Mons entgegen – ein verschlungenes goldenes Hirschgeweih.

Ich kann meine Freude kaum fassen. Ich bin keine verschacherte Kuh. Ich bin ein vor Glück strahlendes Honigkuchenpferd.