Protecta del Nolo

Nobilitas Regere I – 215, 7. Mond, Tag 24-25

Man würde meinen es sollte schwierig sein, den ehrwürdigen Posten einer Protecta zu erlangen. Doch nach Lucius’ offensichtlichen Verrats und meiner Familiengeschichte brauchte es nicht viel Überzeugungskraft, damit mir die amtierenden Protectoren Canis sowie Fred und der selbst noch frischgebackene Lordprotector Marvis den Titel übergaben.

Marvis hatte sich seit meiner Zeit damals bei Hofe stark verändert. Klar, wir waren alle erwachsen geworden. Dennoch konnte ich unser Band des Vertrauens noch spüren.

Fred war mir ein unbeschriebenes Blatt, verhielt sich höflich aber interessiert. Doch manchmal sah er mich so mitleidig an, immer dann, wenn er dachte ich merke es nicht. Ob er da wohl an das Schicksal meiner entfernten Verwandten Laetitia dachte?

Und was Canis anging, er war sofort zugänglich und kameradschaftlich – lebt dieser Mensch völlig unbeschwert und ohne jegliches Misstrauen? Oder hat er es einfach nicht nötig vorsichtig zu sein?

Es schien so, als wären alle drei erleichtert, das Thema der melvischen Führung so schnell abhaken zu können. Kein Wunder, bei all den Problemen, die Fly Silberklinge uns machte.

Ich werde da sein – Gnak Prak

Nobilitas Regere I – 215, 7. Mond, Tag 24-25

Es ist schon einige Zeit her, da stellten gute Freunde mir ein junges Fräulein Del Nolo vor: als neue Protecta von Melvis. Meine Freunde meinten Sie wäre die Richtige aber Sie hätte einen schwierigen Stand wegen der whenuanischen Erbfolge und so… Bei uns Orks hätten wir das anders gelöst.

Man sagte mir ich sollte Sie unterstützen so gut ich kann. Habe Sie beobachtet, mit Ihr geredet. Mit der Zeit hat Sie sich einen guten Ruf erarbeitet. Sie schaut auf Ihr Volk und verteidigt es.

Ich denke nicht, dass Sie jemals meine Hilfe benötigt hätte. Dennoch werde ich da sein, sollte sich das ändern.

Mehr als ausreichend

Nobilitas Regere I – 215, 7. Mond, Tag 24-25

Gefühlt war ich noch keinen Tag lang Protecta, und schon wollte jeder etwas von mir. Oder eher brauchte. Die Dringlichkeit der Anfragen war überwältigend. „Die Flüchtlinge aus Ostarium überrennen uns. Wir brauchen mehr weiden um die Rinder weiden lassen zu können, mehr Holz und Ziegel um neue Hauser bauen zu können, mehr Geld um mehr…“ Mehr, und mehr und mehr.

Im Laufe des Tages fand ich mein neues Lieblings-Wort: Ausreichend. „Es wird ausreichend Land zur Verfügung gestellt werden. Es werden ausreichende Rohstoffe beschafft werden…“

Um die Details würde sich dann mein Meister der Münze kümmern müssen.