Hofhalten, oder so ähnlich

TdT – 225, 8. Mond, Tag 13-16

Der Doedelmokker und die Bettlerschmiede hatten diese alte Scheune überraschend gemütlich eingerichtet. Unter abwechselnd gelben und roten Wimpeln fand ich mich mit Fred auf einem weichen Sofa ein, um bei einer kalten Flasche Schaumwein Whenuas Einwohnern und allen Gästen ein offenes Ohr zu schenken. Marvis war dieses Jahr aufgrund wichtiger Belange nicht anzutreffen, doch Canis hatte die Pflicht zu erscheinen. Etwas zu spät und augenscheinlich betrunken traf er dann doch ein. Da hat jemand dem Branntweinfrühstück des Schwarzen Kreises wohl zu sehr beigewohnt…

Ein Dokument, damit die Seelen verstorbener Kämpfer Ruhe finden; ein Vorschlag für die Formulierung deutlicherer Turnierregeln; eine Aufenthaltserlaubnis für Reisende mit Dämonenmahl; der Vorschlag für eine finanzielle Förderung der Rwang und so manch anderes wurden vorgetragen.

Besonders mutig fand ich ein junges Mädchen, Eleonora von den Bluteichen, die vor uns drei trat und ihren Lobgesang an die Märchen zum Besten gab.

Doch im Grunde waren es nicht besonders viele, die uns aufsuchten. Fred verlor schnell das Interesse und widmete sich wieder seinen anderen Pflichten zu. Ja und Canis? Der fiel fast von der Bank und schlief wohl danach seinen Rausch aus.

Ich suchte mir bessere Unterhaltung und lud Barden dazu ein, mir ihren Wettbewerbsbeitrag vorzubringen: Meister Rocke mit seiner Ukulele brachte ein schwungvolles Tavernen-Ständchen und die sanfte Soleil verzauberte mich mit ihrer herzzerreisenden Ballade.

So bekam diese Hofhaltung noch einen klangvollen Abschluss für mich.

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